Minimaler Aufwand, konstante Form

Der Fitnesslifestyle gleicht einem Ringkampf zwischen „fitness“ vs. „life“, mit Style natürlich – und du bist mitten drin. Entweder ragt der Fitnesswille siegreich über dem Leben empor, oder zu anderen Zeiten gewinnt das gute alte Leben die Überhand. Im Idealfall beherrscht weder das eine das andere, was motiviertes Dranbleiben, ohne davon besessen zu werden, ermöglicht. An diese Balance appelliere ich bekanntlich am liebsten;). Doch genug von idealistischen Ausschweifungen und zum Thema: Wir beschäftigen uns damit, wenn die Fitness eine zeitlang zu kurz kommt, so wie es bei mir der Fall war. Dafür helfen euch meine Erfahrungen verbunden mit Tipps, wie ihr Turbulente Zeiten unbeschadet überstehen könnt.

Es begann damit, dass ich im Training schneller an meine Grenzen gestossen bin und keine Lust zum Trainieren verspürte. Normalerweiser stelle ich mir nicht einmal die Frage, „ob ich ins Training sollte“ – ich gehe einfach, Kopf runter, Augen zu. Die Augen wurden mir aber aufgesperrt, als sich die äusseren Trainingsumstände verändert haben und ich mir gezwungenermassen ein neues Gym suchen durfte. Am ersten Ort konnte mich die herrschende Atmosphäre nicht begeistern und die Anfahrt dauerte 20min, jedoch blieb ich 6 Monate, denn das Abo  war bezahlt. Mein Freund wählte einen anderen Trainingsort, was ebenfalls eine neue Situation für mich darstellte, denn wir haben uns im Training stets motiviert und unterstützt. Wo bleibt jetzt mein Spotting-Partner, wenn mir die Langhantel auf die Brust fällt (letzte Woche passiert, juhu!)? Zudem arbeite ich und studiere vollzeit, was einem zeitweise auch über den Kopf wachsen kann. Dies und mehr häufte sich über ein halbes Jahr an, als Resultat hat mein Einsatzwille im Training darunter gelitten. Glücklicherweise war ich mir in jeder Situation bewusst, wo das Problem lag. Durch Umdenken habe ich mit jedem Hindernis eine Strategie entwickelt, wie ich mich trotz allem selbst motivieren kann. Diejenigen, welche mir auch für euch hilfreich scheinen, will ich euch nun mit auf den Weg geben.

  • Split verkleinern: Der Körper sollte sicher einmal pro Woche durchtrainiert werden, das heisst, jeder Muskel wird gereizt. Dies kann man in einer einzigen Einheit schaffen, jedoch macht dies für den Muskelaufbau normalerweise nicht wirklich Sinn, da die Intensität und Konzentration darunter leidet. Meistens wird in einem 3er- oder 4er-Split trainiert, ich persönlich bevorzuge ersteren. Vor der Zeit hatte ich im 4er-Split trainiert, also musste ich mind. Vier mal die Woche zum Training, um alle Muskeln zu reizen. Als ich aber meine Belastung reduzieren wollte, lag es nahe, den Split einfach zu verkleinern, damit ich mir weniger Stress wegen den „Pflichteinheiten“ machen musste. Drei mal statt Vier mal Training ist schon ein grosser Unterschied und hat mich enorm entlastet – eine perfekte Möglichkeit, um sich einen Ruhetag mehr zu gönnen.
  • Trainingseinheiten minimieren: Wie oft muss man tatsächlich trainieren, um die Form halten zu können? Wer natural unterwegs ist, braucht bloss seinen Split einmal pro Woche duchzuziehen! Ergo habe ich mir ein Minimum an Trainingseinheiten pro Woche gesetzt, welches mir keinen Stress auslöste und mich nicht belastete, das heisst ca. 2-3 Mal die Woche. Dieses Ziel konnte ich gut erfüllen, was mir wieder ein positives „Ich habe meine Vorgaben erreicht“-Gefühl beim Training geschenkt hat.
  • Trainingsdauer verkürzen: Wenn ich mental gar nicht fit fürs Training war, nahm ich mir vor, einfach „ganz kurz“ hinzugehen, bzw. überhaupt ins Gym zu fahren. Diesen Effort sollte ja im Bereich des menschenmöglichen liegen. Das Positive daran ist, dass ich meistens trotzdem länger trainiert habe, da man, sobald sich der Trainingsflow einstellt, auch mental wieder mitspielt.
  • Erwartungen runterschrauben: Es gibt nichts vernichtenderes als das Gefühl, zu versagen. Eigentlich ist „Versagen“ ein relativer Zustand, der sich an den eigenen Zielen orientiert. Erfüllt man sie nicht, hat man versagt. Daher ist es unsere wichtigste Aufgabe Ziele so zu stecken, damit sie erreichbar sind. Auf diesem Wege vermeidet man Selbstsabotage und einen möglicherweise dauerhaften Sinnverlust an einer geliebte Tätigkeit nur aufgrund des Stempels „versagt“, „das konnte ich mal besser“.

Insgesamt geht es darum, die Ansprüche an sich selbst situationsgemäss anzusetzen und Ziele erreichbarer zu gestalten. Die 20/80 Regel darf in solchen Zeiten mit gutem Gewissen herbeigezogen werden: Gib 20% Einsatz und erreiche trotzdem 80% deiner Ziele. Fitness ist und bleibt ein mind game und man muss es nur gut genug kennen, um zu wissen, wie es gespielt wird.

Hoffentlich dürft ihr momentan die Balance leben und durchstarten!

Gute Nacht, eure Andrea

 

 

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